Hautkrebs-Früherkennung auf dem Spiel – Campact ruft zur Petition auf
Die Hilfsorganisation Campact macht derzeit mit einer Online-Petition auf geplante Änderungen in der Gesundheitsversorgung aufmerksam. Im Mittelpunkt steht ein Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU), der nach Ansicht der Initiator*innen vor allem auf dem Rücken der Versicherten spart.
Wir teilen den Aufruf zur Petition, auch wenn wir eine etwas differenziertere Haltung dazu haben.
(Hier unsere Meinung dazu: Hautkrebsscreening nicht abschaffen, sondern verbessern!
Konkret geht es um die Hautkrebs-Früherkennung: Bisher können gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre kostenlos an einem Screening teilnehmen. Laut Campact soll diese Leistung nun eingeschränkt werden. Dermatologische Fachverbände weisen darauf hin, dass früh erkannter Hautkrebs in der Regel deutlich besser behandelbar ist – ein Argument, das die Petition in den Vordergrund stellt.
Campact kritisiert darüber hinaus, dass der Gesetzentwurf die Pharmaindustrie vergleichsweise wenig belaste. Preisregulierungen für Medikamente sollen demnach gelockert werden, während Versicherte mit höheren Zuzahlungen und Einschnitten beim Krankengeld rechnen müssten. Die Organisation fordert, dass Pharmakonzerne einen stärkeren Beitrag zur Finanzierung des Gesundheitssystems leisten.
Da der Gesetzentwurf noch nicht verabschiedet ist, sieht Campact noch politischen Handlungsspielraum.
Wer die Petition unterstützen möchte, findet sie hier:
Zur Campact-Petition: Hautkrebs-Früherkennung muss Kassenleistung bleiben





