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Diese Seite wird gerade überarbeitet. Im Folgenden veröffentlichen wir einen Vortrag der Dermatologin Fr. Dr. Wirth, Berlin, den sie anläßlich eines Treffens unserer Selbsthilfegruppe hielt. Auf unserer Link-Seite gibt es Adressen, die ausführliche Informationen zum Thema Hautkrebs bieten.
Hauttumore - wie kann ich sie abgrenzen?
Einleitung
Grob werden gut- und bösartige unterteilt. Die Differenzierung obliegt dem Hautarzt, welcher durch die klinische Untersuchung, die Krankengeschichte des Patienten und durch zusätzliche diagnostische Hilfsmittel die Diagnose sicher stellen kann.
Bei der Krankengeschichte spielen die Dauer und Wachstumstendenz eine wichtige Rolle. Die klinische Zuordnung erfolgt nach Lokalisation, Farbe, Form und Struktur des Hauttumors. Als diagnostische Hilfsmittel dienen das Auflichtmikroskop und die histologische Untersuchung.
Gutartige Hauttumore
Zu den häufigsten gutartigen Hauttumoren zählen das Fibrom (Stielwarze) und die seborrhische Keratose (Alterswarze), sowie gutartige Naevi (Leberflecke) und Gefäßveränderungen wie z B. Teleangiektasien und Angiome.
Von den gutartigen Zysten unterscheiden wir echte (z.b. Grützbeutel ) und Pseudozysten (z.B. traumatisch bedingte Schleimzyste der Unterlippe).
Gutartige Hauttumore können - aber müssen - nicht behandelt werden.
Über die Therapie entscheidet der Patient - meistens spielen ästhetische und irritative Faktoren eine Rolle. Neben der klassischen mikrochirurgischen Behandlung kommt immer mehr die Laserchirurgie zum Einsatz.
Eine weitere Gruppe von Hauttumoren bezeichnet man als Präkanzerosen, d.h. Hauterscheinungen die zufallsmäßig entarten können - abhängig von individuellen und genetischen Faktoren (z.B. Hauttyp) als auch durch Umweltbedingungen.
Bekannt sind dabei vor allem die aktinische Keratose, eine vor allem beim Hauttyp l im Bereich sonnenexponierter Stellen auftretende rötliche Hauterscheinung, z. T. mit sehr rauer Oberfläche, die Leukoplaste meist im Schleimhautbereich (Mund) weißlich scharf begrenzte Hautveränderung, als auch die Erythroplasie - ein in Einzahl entstandener entzündlicher oder unregelmäßig konfigurierter aber scharf begrenzter rötlicher Herd mit intensiver Rötung in der Umschlagfalte des Penis oder der weiblichen äußeren Genitale, selten im Bereich der Mundschleimhaut. Neben der klinischen Verdachts - Diagnose sollte ein feingeweblicher Befund die Diagnose sichern. Die Behandlung ist komplex anzusehen. Neben dem Ausschalten von Noxen (z.B. durch Lichtschutz) wird immer mehr von der rein chirurgischen Methode zu neuen Möglichkeiten der Anwendung von Immuntherapeutika Imiquimod (Aldara) als Monotherapie oder auch in Kombination mit Kryo-, als auch Laserchirurgie übergegangen.
Mittels der Anwendung der Aldaracreme kommt es neben der Entzündung des kranken Hautgebietes zum Abstoßen der kranken Hautzellen und einer immunologischen Stabilisierung der Hautzellen.
Bösartige Hauttumore
Die Gruppe der bösartigen Hauttumore, wird in drei Arten differenziert, die wiederum in sich verschiedenste Formen bergen.
l. Basaliome 2. Karzinome 3. Maligne Melanome
Hierbei ist für den Patienten wichtig, dass er in jedem Falle bei rascher Hautveränderung hinsichtlich der Form, Farbe, Größe, Blutung oder chronische Entzündung den Hautarzt aufsuchen sollte.
1.Basaliome sind bösartige Hauttumore, die langsam lokal wachsen, oft knötchenförmig oder eingesunken mit einem perlschnurartigen Randsaum und kleinsten Hautgefäßen. Sie wachsen in die Tiefe und können dort wo sie auftreten Haut-, Knorpel- und Muskelgewebe zerstören, aber setzen keine Tochtergeschwülste.
Nach wie vor ist die chirurgische Therapie an erster Stelle zu sehen, alternativ bereitet die PDT-Methode (Photodynamische Therapie) eine neue und gute Behandlungsmethode.
2. Karzinome Ähnlich verhält es sich bei den Karzinomen. Sie treten klinisch häufig an Übergängen und Schleimhaut zur Haut auf. Klinisch zeigt es sich in einem leicht erhabenen warzig aufsitzenden grau oder bräunlich/ gelblich Verhornung, welche schwer abzutragen ist und blutet. Eine Metastasierung über die Lymphwege ist möglich (von 1-50%).
Neben der chirurgischen, kryochirurgischen als auch Laserbestrahlung, kommen in einigen Fällen Röntgen, Weichteilbestrahlung zum Einsatz. Je nach Befund kann auch eine Chemotherapie erforderlich sein.
3. maligne Melanome Das maligne Melanom stellt nach wie vor den bösartigsten Hauttumor dar. Einem frühzeitiges Erkennen und der Weiterentwicklung der Diagnostik, als auch der chirurgischen Methode räumen wir gute Heilungschancen ein. Da der Tumor aus einem Leberfleck entsteht, ist die Hautkrebsvorsorge eine gute Möglichkeit vorzubeugen und die Patenten über die ABCD Regel aufzuklären. Dabei steht:
A für Asymmetrie - d.h. unregelmäßige Leberflecke sollten regelmäßig kontrolliert werden,
B für Begrenzung - dies gilt für nicht klar begrenzte Leberflecke,
C für Color - und damit für Leberflecke, die verschiedene Farben haben oder wesentlich dunkler als andere sind,
D für Durchmesser - das sind Leberflecke, deren Durchmesser größer als 5mm sind oder in letzten Zeit zugenommen haben
Nach wie vor sind die Farbveränderungen eines Leberfleckes, abnormes Wachstum, Blutung und oder Entzündung Warnzeichen, die man unbedingt ernst nehmen sollte.
Bei solchen Veränderungen ist sofort der Hautarzt aufzusuchen.
Die Diagnose wird histologisch gesichert (durch Gewebeuntersuchung), und die jeweilige Therapie richtet sich nach Tumordicke und Metastasenbefall.
In jedem Fall wird individuell eine chirurgische Behandlung notwendig sein.
Das Aufklären der Patienten von Hauttumoren kann helfen, vorzubeugen und die Behandlung effektiv für jeden einzelnen Patienten zu gestalten.
Dr. med. Katharina Wirth Fachärztin für Dermatologie/ Allergologie Frankfurter Allee 54 10247 Berlin
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